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statut und organisation
ziele und prämissen
die werkstatt ist dem prinzip aktiver community
verpflichtet, die dem wohle des ganzen dient. wir fragen nicht, was der
staat alles für
die gesellschaft regeln muss, sondern was die bürger für
ein lebendiges gemeinwesen leisten können. bürger aus ost
und west, wissenschaftler und kulturschaffende, politiker, vertreter
der wirtschaft und journalisten blicken gemeinsam über den tellerrand
der tagespolitischen aktualität hinaus und entwickeln leitbilder
für die zukunft und innovative und realitätstüchtige
wege für die gegenwart. in der werkstatt deutschland geht es nicht
um die verteidigung von positionen, sondern um anwaltschaft in der
sache. anwaltschaft in der sache heißt die richtigen dinge tun
und die dinge richtig tun.
gründung
der verein werkstatt deutschland wurde am 10. mai
1993 gegründet
und ist im vereinsregister unter 95 vr 14373 erfasst. gemeinnützigkeit
die werkstatt deutschland ist wegen des zweckes der förderung der
völkerverständigung und der volksbildung als gemeinnütziger
verein anerkannt.
finanzierung
aufgrund ihrer philosophie der unabhängigkeit finanziert die werkstatt
deutschland ihre arbeit sowohl über spenden und sponsoring als auch
sachleistungen und knowhow und wird von zahlreichen namhaften personen
und unternehmen gefördert.
netzwerk
die werkstatt deutschland wird von einem netzwerk
bekannter persönlichkeiten
und institutionen aus politik, wirtschaft, kultur und medien in ihrer
arbeit tatkräftig unterstützt. in der werkstatt deutschland
treffen menschen, lebenswirklichkeiten und überzeugungen zusammen,
die in unserer diskussionskultur sonst kaum so miteinander reden, geschweige
denn handeln würden. die mitglieder der werkstatt treten nicht als
lobbyisten ihrer jeweiligen rolle oder funktion auf, sondern als verantwortungsbewusste
staatsbürger.
überparteilichkeit
die werkstatt deutschland zeichnet sich durch klassisches überparteiliches
denken und handeln aus.
initiativen und veranstaltungen
zusammenkommen zusammengehören zusammenwachsen
mit der kampagne für ein gemeinsames bundesland berlin-brandenburg
wurde die bevölkerung über die vor- und nachteile der länderehe
offen aufgeklärt und dazu bewegt, an der volksabstimmung teilzunehmen.
im mittelpunkt standen direkte persönliche begegnungen von berlinern
und brandenburgern. hieraus sind freundschaftliche beziehungen entstanden:
vor dem berliner rathaus werden jetzt uckermärkische erzeugnisse
verkauft. der sonderzug nach wriezen ist heute immer noch legende. prominente
aus schauspiel, wirtschaft und politik präsentierten mit den artisten
des circus busch-roland im rahmen der „berlin-brandenburg-nacht" im
fernsehen ein zirkusprogramm der spitzenklasse.
bonnberlinexpress
mit dem herzen dabei sein, aufeinander zugehen hieß es beim rendezvous „bonn
trifft berlin - berlin trifft bonn" vom 11. bis 13. april 1997.
eine fünfstündige livefernsehsendung aus dem bonn-berlin-express
war ein technisches novum. mit hilfe eines hochmodernen ice der deutschen
bahn ag wurden rhein und spree für einen tag symbolisch miteinander
verbunden. die aktion - und hier insbesondere die rede der bonner oberbürgermeisterin
vor dem brandenburger tor - trug maßgeblich zur atmosphärischen
entspannung zwischen beiden städten bei. was wäre ein rendezvous
ohne persönliche begegnungen? die bonner gäste verbrachten
einen abend mit berliner familien bei einer homeparty.
zukunft unterwegs
gemeinsam mit dem bundespräsidenten der bundesrepublik deutschland,
herrn prof. dr. roman herzog hat die werkstatt deutschland das jugendprojekt
zukunft unterwegs auf die beine gestellt. ein mit modernster internet-technik
ausgestatteter doppeldecker war in der ganzen bundesrepublik unterwegs,
um jugendlichen neue berufschancen und zukunftstrends aufzuzeigen. was
drei jahre später als ergebnisse der pisa-studie für enormen
diskussionsstoff sorgte, hat die werkstatt deutschland schon während
zukunft unterwegs beobachten können: die notwendigkeit einer reform
an haupt und gliedern des deutschen bildungssystems.
modernisierungsgipfel
ein europäischer modernisierungsgipfel im märz 2000 machte
sich gedanken über die ursachen der deutschen krankheit und fragte,
wie in anderen ländern zukunftsfähige wege implementiert worden
sind. goethes maxime, dass „die zeit im ewigen fortschreiten begriffen" sei
und das, was um "1800 ein fortschritt" um "1848 ein gebrechen" sei
und man "nur durch wagen entschieden vorwärts kommt",
war inhaltlicher focus. neben den vertagten fragen der achtziger jahre,
den problemen des deutschen und europäischen zusammenwachsens standen
die neu am horizont auftauchenden herausforderungen der weltweiten wissensgesellschaft
auf der tagesordnung.
rollenwechsel medien und politik
paradoxerweise führt das thema medien und politik in der öffentlichkeit
ein mauerblümchendasein. grund genug, es selbst zum gegenstand einer
debatte zu machen: wie sieht ein konstruktives, aber trotzdem auf kritischer
distanz beruhendes miteinander von medien und politik aus? diese fragen
wurden durch klassisches learningby- doing in der form eines rollenwechsels
beantwortet. der hessische ministerpräsident roland koch war chefredakteur
bei focus; der bundesminister für wirtschaft, dr. werner müller
war chefredakteur von max; der vorsitzende der fdp, dr. guido westerwelle
sprach nachrichten bei sat.1; der bundesminister für finanzen, hans
eichel war chefredakteur von bild; der bundesvorsitzende von bündnis
90/die grünen, fritz kuhn war chefredakteur des bayerischen fernsehens
und der vorsitzende der cdu/csufraktion im deutschen bundestag, friedrich
merz war chefredakteur des tagesspiegel.
agenda@berlin
agenda@berlin ist eine initiative des abgeordnetenhauses
von berlin und der werkstatt deutschland. agenda@berlin wird durch ein
netzwerk kreativer
köpfe und kompetenter organisationen aus politik, wirtschaft,
medien und kultur vorbereitet und erarbeitet. deren wissen und erfahrung
mündet in leitbilder, die beschreiben, wie berlin wege aus der
gegenwärtigen krise findet und seine zukunft gewinnt. wichtig
ist es, die akuten und chronischen umsetzungsschwächen zu benennen
und darüber nachzudenken, wie die notwendigen veränderungen
implementiert und durchgesetzt werden können. hierzu bedarf es
neuer balancen und alliancen. denn die goldene regel erfolgreicher
evolution heißt: commonsense durch konsequenz. höhepunkt
von agenda@berlin ist der jährlich stattfindende berlin-gipfel. |