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Bundesland Berlin-Brandenburg
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Zur Länderehe zwischen Brandenburg und Berlin gibt es weder politisch noch wirtschaftlich eine Alternative. Was jahrhundertelang zusammengehörte, wird nach 40 Jahren Hauptstadt/Frontstadt/Hinterland-Dasein wieder eins. Mehr noch: die Region zwischen Elbe und Neiße muß in Zukunft Testfall und Triebkraft für das deutsche und europäische Zusammenwachsen werden. Von einer Aufbruch-zu-neuen-Ufern-Stimmung ist derzeit wenig zu spüren. Wie beim Streit um den Umzug Bonn-Berlin wird die Debatte um die Länderneugliederung auf eine reine Kostenrechnung reduziert. Anders als bei der Umzugsdebatte haben die Gegner der Länderfusion nicht den Mut, öffentlich Nein zu sagen. Stattdessen üben sie sich in kritischem Problembewußtsein, bemühen ihre Befindlichkeit, beschwören ihre Identität und spielen auf Zeit. Die Brandenburger haben Angst, daß die subventionsverwöhnte Dame Berlin zur launigen und rücksichtslosen Kostgängerin wird und befürchteten eine Neuauflage bevormundender Wertbestimmung. Die Berliner (West) beklagen eine angebliche Verostung und Wohlstandsverluste. Einzig die Berliner (Ost) begegnen dem Unternehmen mit einem gewissen, wenn auch abwartenden Wohlwollen. In Teilen der Parteien macht das geflügelte Wort vom Einstieg in den Ausstieg die Runde: das gemeinsame Gemeinwesen wird allzu leichtfertig kurzfristigen Macht- und Mandatserhaltungsinteressen geopfert. Die Frage "Was soll, wem nützt das Land in Sicht?" fristet auch in großen Teilen der Bevölkerung immer noch ein Mauerblümchendasein. Berlin-Brandenburg - ein Traum, mehr nicht? Nein! Die Fusion zum fünftgrößten Bundesland muß - soll sie gelingen - hier und heute als eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten auf den Weg gebracht werden. Der Verein Werkstatt Deutschland hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Vereinigungsprozeß mit der Werkstattreihe "Das gemeinsame Bundesland Berlin - Brandenburg - zusammengehören, zusammenkommen, zusammenwachsen" aktiv zu begleiten und zu unterstützen. Nach demokratischen Regeln sollen die Stimmen der Region, der Befürworter und der Skeptiker, aber auch die der mündigen und verantwortungsbewußten Bürger Gehör finden, so daß am Ende gangbare und realitätstaugliche Vorschläge und Konzepte zur Diskussion stehen, die vor allem durch eines geprägt sind: vom wirklichen Wollen.
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